Judo

Trainingszeiten

Montag
17.00 – 19.00 Uhr Judo  (Fortgeschrittene) Herr Buls
Dienstag
16.30 – 18.00 Uhr Judo Kinder ab 6 Jahre (Anfänger) Herr Buls, Herr Otto
18.00 – 18.45 Uhr Gürtelprüfungstraining (alle) Herr Buls, Herr Otto
19.00 – 21.00 Uhr Judo Erwachsene  
Mittwoch
16.15 – 17.00 Uhr Gürtelprüfungstraining (alle) Herr Buls, Herr Otto
17.00 – 18.45 Uhr Judo (Fortgeschrittene) Herr Buls, Herr Otto
Freitag
16.30 – 18.00 Uhr Judo Kinder ab 6 Jahre  (Anfänger) Herr Otto

 

Trainerstab

Andreas Otto (l.) und Andreas Buls (r.)

 

Probetraining

Das Probetraining läuft für jedes neue Mitglied vier Wochen ab dem ersten Training.

„Der sanfte Weg“: Was ist Judo

Judo ist eine Sportart, von der eigentlich Jeder schon gehört hat und doch wissen nur Wenige, um was es in dieser Sportart eigentlich geht.

Der Eine erinnert sich beim Begriff „Judo“ vielleicht an die erste olympische Goldmedaille 2004 in Athen von Yvonne Böhnisch, oder hat Bilder von Ole Bischof vor Augen, der 2008 nach dem Gewinn der Goldmedaille seinen Trainer auf den Schultern jubelnd durch die Halle trug. Andere sehen einfach zwei Menschen an zwei weissen Kitteln rumzerren, oder stellen sich etwas eher Meditatives vor. Doch was ist Judo denn nun eigentlich wirklich?

Das Faszinierende an Judo ist, dass man diese Sportart nie „ausgelernt“ hat. Man kann 30 Jahre intensiv Judo trainiert haben und doch begegnen einem Judoka immer wieder neue Techniken oder Varianten einer Technik. Im Laufe der Jahre können Techniken durch Regeländerungen oder trainingswissenschaftliche Aspekte verändert oder angepasst werden. Das Repertoire eines Judoka ist nie vollkommen, die Ausführung einer Technik nie fehlerfrei. Einen guten Judoka zeichnen Bescheidenheit, hohes Durchhaltevermögen und einen enormen Lernwillen aus. Das sind Qualitäten, die auch im Leben neben der Matte sehr hilfreich sind.

 Die 2 Prinzipien des Judo

Judo findet ihren Ursprung in verschiedenen japanischen Kampfkünsten, hat sich inzwischen jedoch zu einer faszinierenden olympischen Sportart entwickelt und geniesst auf allen fünf Kontinenten hohe Popularität. Judo – aus dem Japanischen übersetzt „der sanfte Weg“ – basiert auf 2 Prinzipien.

Sei-Ryoku-Zen-Yo

Das technische Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ oder auch „Bester Einsatz vorhandener Kräfte“ – ist eines der beiden Prinzipien, auf welchen Judo basiert. Jigorō Kanō, der Begründer der Sportart Judo, wollte damit den Begriff JU („sanft, geschmeidig, nachgebend“ übersetzt) verdeutlichen. Dies zeigt sich im Judoalltag durch das Ausnutzen von Bewegungen und Schwachpunkte des Gegners. Dabei spielt das sinnvolle Einsetzen des eigenen Gewichtes und der eigenen Kraft eine grosse Rolle.

 

Ji-Ta-Kyo-Ei

Das 2. Prinzip spricht die moralische Seite dieser Sportart an. Übersetzt könnte es „Gegenseitiges Helfen für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen“ bedeuten. Jigoro Kano wollte zum Ende des 19. Jahrhunderts mehr als nur eine Zweikampfsportart entwickeln, er wollte vielmehr eine Lebenseinstellung vermitteln. Mit diesem zweiten Prinzip möchte er uns den Begriff DO („Weg, Prinzip, Grundsatz“) näherbringen. Beim Training kommt dieses Prinzip zur Anwendung durch Rücksichtnahme auf Alter, Geschlecht und die körperliche und technische Entwicklung des Trainingspartners. Schon von klein auf lernt ein Judoka Verantwortung für seinen Partner und Gegner zu übernehmen. Deshalb hat Judo auch einen hohen erzieherischen Wert.

Fazit

Zusammenfassend ist Judo eine Sportart, die für jeden interessant sein kann, für jung und alt, für Leistungs- wie Breitensportler, für Frauen wie Männer und Menschen jeden Körperbaus. Kano wollte mit Judo, durch die dauernde körperliche und mentale Auseinandersetzung mit einem Partner und sich selbst, neben körperlichem Training einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten. Wer Judo einmal richtig kennengelernt hat, den wird diese Sportart nicht mehr loslassen.